Wenn der Duft von gebrannten Mandeln in der Luft liegt, kann wohl kaum jemand widerstehen: Die Verkaufsbuden auf den Weihnachtsmärkten oder Volksfesten sind immer gut besucht und die Mandeln, Nüsse und sonstigen süßen Knabbereien heiß begehrt. Warum aber bis zum nächsten Markt warten? Gebrannte Mandeln selbst machen ist gar nicht schwer. Ich habe sie oft für uns oder aber auch als nettes Mitbringsel für Freunde gemacht.

Vor ein paar Tagen las ich im Magazin „Highland Herold“ den Tipp, dass man das Standardrezept ganz leicht abwandeln könne und so aus den gebrannten Mandeln im Nu Whiskymandeln werden. „Das muss ich ausprobieren“, dachte ich sofort. Gesagt – getan. Im Folgen findet ihr also mit freundlicher Genehmigung des Highland Herold und des Autoren Jan Steinhauer die Mengenangaben seines Rezepts und könnt mir durch den Herstellungsprozess folgen.

Nach diesem Standardrezept könnt ihr die Mandeln ganz klassisch ohne Whisky herstellen; die Variation Whiskymandeln folgt anschließend.

Zutaten gebrannte Mandeln

  • 400 g Mandeln
  • 200 g Zucker
  • 50 g Wasser
  • etwas Vanille
  • 20 g Butter
  • 1 Prise Salz

Zubereitung gebrannte Mandeln

Die Mandeln sollten zuerst geröstet werden, um ein intensiveres Aroma zu bekommen. Breitet sie einfach auf einem Backblech aus und schiebt sie bei 130° für etwa eine halbe Stunde in den Backofen.

Zucker, Wasser und Vanille (ich ersetze einen Teil des Zuckers durch selbstgemachten Vanillezucker; ihr könnt aber auch Vanillemark nehmen) kommen in eine Pfanne und werden erhitzt. Der Zucker löst sich, die Masse beginnt zu sprudeln. Gebt die Mandeln hinzu und rührt fortwährend mit einem Holzlöffel.
Dann beginnt der Zucker irgendwann kristallin und bröckelig zu werden. Ihr müsst unbedingt stetig weiterrühren. Wenn ihr den Vorgang jetzt beendet, habt ihr Mandeln in einer Zuckerkruste.
Rührt weiter und wartet, dann fängt der Zucker an zu karamellisieren.
Weiterrühren, bis die Mandeln ringsum glänzen. Eine Prise Salz dazugeben, ein kleines bisschen Butter unterrühren und die Mandeln dann auf Backpapier ausbreiten.
Ich nehme immer zwei Gabeln und rupfe die Mandeln auseinander während sie abkühlen, bis sie nicht mehr aneinander kleben.
Ach und noch ein Hinweis an alle, die das erste Mal mit Karamell arbeiten: Die verkrustete Pfanne braucht ihr hinterher nicht mit Stahlschwamm und roher Gewalt zu malträtieren – einfach Wasser hineinfüllen, stehen lassen und das Problem löst sich in Wohlgefallen auf 😉 .

Variation Whiskymandeln

Der Tipp von Jan lautet, die Mandeln wie gehabt zu rösten, dann aber zunächst über Nacht in Whisky einzulegen. Ich habe sie morgens eingelegt und dann abends weiter verarbeitet, was zeitlich wohl in etwa auf das Gleiche herauskommt.
Um geschmacklich zu variieren, habe ich die Hälfte mit nicht-rauchigem Whisky übergossen, die andere mit leicht rauchigem. Hier könnt ihr nach Herzenslust ausprobieren, was euch gefällt.

Nachdem sie einige Stunden im Whisky eingelegt waren kommen die Whiskymandeln auf ein Sieb und müssen gut abtropfen. Auf ein Tuch gegeben und abgetupft habe ich sie allerdings nicht extra (Was ich mit dem aufgefangenen Einweichwhisky mache, muss ich noch überlegen).
Dann geht es weiter nach dem Standardrezept oben: Zucker und etwas Flüssigkeit (ich habe statt Wasser etwas vom aufgefangenen Einweichwhisky genommen) erhitzen. Auf Vanille habe ich bei den Whiskymandeln verzichtet. Bis zum Karamellisieren gut rühren und auf dem Backpapier auseinanderziehen. Abkühlen lassen. Fertig.

Whisky schmeckt man bei den Whiskymandeln definitiv heraus. Durch das Einweichen sind sie nicht ganz so knackig wie die klassischen gebrannten Mandeln, aber sie sind trotzdem extrem lecker – vor allem die „Rauchmandeln“!

In seinem Artikel im Highland Herold macht Jan Steinhauer noch weitere Variationsvorschläge. Schaut unbedingt einmal hinein, auf dieser Seite hier findet ihr einen Link, über den ihr den Highland Herold Nr. 33 als pdf herunterladen könnt.


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